Tag 20

Gegen Mittag sind wir dann im Yellowstone NP angekommen. Der Yellowstone ist sehr interessant, durch seine geothermische Aktivität zischt, brodelt und dampft es überall. Da unser Hotel heute in West Yellowstone am Westeingang des Parks lag, sind wir heute die Kurve in die Richtung gefahren, und haben uns die interessanten Dinge auf dieser Route angesehen. Beginnend mit dem West Thumb, wo wir mehrere brodelnde Pools betrachten konnten, und eine erste Nase des "Dufts", der in der Nähe der Geysire, heißen Quellen und Becken herrscht, nehmen dürfen: Schwefel. Kurz gesagt, es riecht hier überall nach faulen Eiern. Nicht sehr angenehm, so dass man meist schnell weiter fährt. Nächster Halt war dann der Old Faithful, der wohl bekannteste Geysir. Beim Old Faithful hat man den Vorteil, dass zumindest der nächste Ausbruch auf 10 Minuten genau berechenbar ist und im Visitor Center zu erfahren ist. Wir hatten noch 40 Minuten Zeit, also haben wir uns noch was zu essen besorgt (sauteuer, deshalb nur Snacks), und dann am Geysir gewartet. So ne Naturdusche ist schon beeindruckend. Im Visitor Center werden auch noch die ungefähren Zeiten anderer Geysire bekannt gegeben, allerdings steht da dann sowas wie "ab 17 Uhr innerhalb der nächsten 2 Stunden für 20 Minuten". Da die Zeiten für uns einfach nicht wirklich passten, und wir nicht zwei Stunden nur rumsitzen und warten wollten, sind wir weiter gefahren. Wir haben noch diverse Basins angesteuert, die am Wegesrand lagen, u.a. die Paint Pods. Faszinierend war, sobald irgendwo ein Wildtier aufgetaucht ist, gab es Verkehrschaos. Und da wir natürlich auch daran interessiert waren, ist man spontan auf den Seitenstreifen, sobald was zu sehen war oder eine Menschen-/Automenge vermuten ließ, dass da was zu sehen ist. Einziger Nachteil: Zeitplanung ist damit nahezu unmöglich :-)

Vormittags stand heute der Grand Teton NP auf dem Programm. Nach den ganzen roten Steinen mit viel Staub ist die Kulisse hier doch mal eine angenehme Abwechslung. Durch die Teton-Berge, die auf den Gipfeln sogar noch schneebedeckt sind, und das ganze grün drumherum hat man hier echten Alpenflair. Im Winter ist das Jackson Hole (so heißt die Gegend hier) ein Skigebiet. Nun gut, kein Schnee, also auch kein Skifahren. Wir sind dann bei endlich mal angenehmen Temperaturen in den Grand Teton NP. Am Jenny Lake sind wir mit dem Boot rüber, um die Hidden Falls zu suchen. Wir haben sie auch gefunden, dann noch den Overview über den See erklommen (warum geht es in den USA eigentlich immer steil bergauf oder bergab?). Zurück sind wir am See entlang gelaufen. Danach noch ein paar Viewpoints angesteuert, und in den Yellowstone NP weitergefahren.

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