Tag 26

Nach Bodie ging es dann in den Yosemite Nationalpark.

Der Yosemite ist ein Nationalpark mit wunderschönen Bergpanoramen, jeder Menge Wasserfälle und (theoretisch) Bären. Letzteres hat zufolge, dass man alles Essbare, was man so im Auto hat, in bärensicheren "Schränken" aufbewahren muss.

Wir sind erstmal über den Tioga-Pass in den Park reingefahren und dann (ohne Stress) ganz gemütlich die Straße entlang gefahren. Dabei haben wir an allen Viewpoints angehalten, sind auch mal in den Wald reingelaufen, sehr nett und vor allem geniale Landschaft.

Yosemite NPNachmittags sind wir dann im Yosemite Valley angekommen und erstmal ins Curry Village, um unser Zelt zu beziehen. Leider ging es mit dem Einchecken nicht ganz so schnell, und eine weitere Überraschung wartete auf uns: Wir mussten nicht nur alles Essbare und Trinkbare aus dem Auto in unseren bear-proof food storage reinpacken, sondern auch alles, was einen Geruch hat, also auch Deo, Duschgel, usw. Wir haben also erstmal eine ganze Zeit damit verbracht, unsere Koffer nach Riechbarem zu durchsuchen und dieses auszusortieren. Als wir dann alles verstaut hatten, sind wir ins Auto, um noch auf dem Weg zum Glacier Point die Yosemite Falls und den Bridalveil Fall anzusehen. Wir hatten ja noch über zwei Stunden Zeit bis zum Sonnenuntergang, also ohne Streß und ganz problemlos. Denkste! Die Park Ranger (von den anderen Nationalparks kannte ich die nur als supernett, hilfsbereit und gut organisiert) spielten Verkehrspolizei und regelten eine Kreuzung. Nachdem wir uns durch den Stau schon ewig gequält hatten, wurden wir zuerst in eine Richtung durchgewunken, in die wir gar nicht wollten, und danach standen wir an der gleichen Kreuzung, nur dass wir diesmal nicht geradeaus, sondern jetzt rechts abbiegen wollten. Und das ungefähr 35 Minuten, mit dem Stau vorher war von unserem Zeitplan und gemütlich nix mehr übrig. Nachdem wir dann doch mal das Valley verlassen hatten, bin ich, diesmal dann wieder mit Streß, den ich gar nicht haben wollte, wie ein Berserker den Berg zum Glacier Point hoch. Die Sonne würde sicherlich nicht warten. Wir haben dann so gerade noch den Sonnenuntergang erwischt. ganz lustig war, dass genau an dem Abend auf dem Halfdome 80 Leute mit Lampen waren, die dort einen 40. Geburtstag feierten. Als es dunkel war, sah das recht lustig aus.

Am Ende dieses Abends standen wir dem Yosemite gespalten gegenüber. Die Landschaft super, die Organisation unter aller Kanone. Mal abgesehen davon, dass es mit Abstand der dreckigste Nationalpark bisher war. In keinem anderen lag soviel Müll in der Böschung. Und das, obwohl es 1000 Dollar kostet, wenn man beim Littering erwischt wird.

BodieSo, heute dann mal wieder extra früh aufgestanden, um um 8 Uhr (da machen die auf) in Bodie zu sein.

Haben uns dann die Geisterstadt angesehen, was ganz witzig war. Die Stadt war wohl mal ein Pflaster mit extrem schlechtem Ruf, eine Goldgräberstadt, wo beinahe täglich irgendwer erschossen wurde. Nun ja, irgendwann gab es kein Gold mehr, und irgendwann um 1940 rum ist die Stadt dann verlassen worden, allerdings die Häuser und deren Inhalt ist zurückgelassen worden. Und so kann man durch die Fensterscheiben alles mögliche sehen.

 

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